01.11.16

Besuch bei den Ideenzeichnern

In den vergangenen Jahren haben wir uns bei Holzconnection intensiv der digitalen Transformation gewidmet. Eine wichtige Schnittstelle sind dabei die Möbel-Zeichner unserer CAD-Abteilung.

Auf den ersten Blick ist es wenig spektakulär: Menschen sitzen vor Bildschirmen, verschieben und klicken ihre Computermäuse. Doch der Raum steckt voller Ideenzeichner. Hier werden die individuellen Möbelideen unserer Kunden digital aufbereitet. Jedes Detail, jeder Millimeter.

Danach wissen die Sägen und Bohrer in unserer Werkstatt genau, wo geschnitten, gebohrt oder gefräst werden muss. „Meist bekommen wir eine Skizze mit einem kleinen Beschreibungstext aus dem Store – daraus erstellen wir eine digitale Zeichnung“, erzählt Marvin Marohn, einer unserer CAD-Zeichner.

Automatisierte Prozesse

CAD steht für computer-aided design, zu deutsch computergestütztes Konstruieren. Statt mit Hand zu zeichnen, Bauteile manuell in Tabellen einzutragen und alles auf Papier der Tischlerei zu übergeben, geschieht dies bei uns digital und teilweise automatisiert.

„Während wir die Möbel am Computer zeichnen, werden im Hintergrund automatisch die notwendigen Bauteile aus der Datenbank zugeordnet und die Werkzeuge und Schnittprogramme ausgewählt, mit denen die CNC-Maschinen in der Werkstatt arbeiten“, beschreibt Jan Schumacher, ein weiterer Zeichner, den Ablauf.

Das Zusammenspiel stimmt

Seit rund 20 Jahren gibt es solche Programme für Tischler, keine Neuigkeit also. Doch im Zusammenspiel vom Zeichenprogramm mit weiteren Software-Anwendungen – etwa zum optimalen Einkauf und Zuschnitt der Holzplatten sowie zur Übertragung der Möbeldaten zu den Maschinen in der Möbelwerkstatt – sei das Holzconnection-Set-up sehr weit, betont Marohn.

Er kennt noch die Zeit, als alles per Hand übertragen wurde. Und er kennt die Tücken, die beim Datentransfer zwischen verschiedenen digitalen Anwendungen echte Zeitfresser und Fehlerteufel sein können.

Berater im Hintergrund

Zeit und menschliches Feingefühl braucht es aber auch in der CAD-Abteilung. Ein einfaches Bett kann zwar in fünf bis fünfzehn Minuten gezeichnet sein, weil durch die zahlreichen Aufträge Vorlagen angefertigt wurden. „Ein 4 x 3 Meter großer Türüberbau braucht aber locker zwei Stunden zum Zeichnen“, so Schumacher. Umfangreiche, individuelle Ausbauten können sogar einen halben bis ganzen Tag Feinzeichnung in Anspruch nehmen.

Doch es lohnt sich: Die Fertigungsabläufe konnten durch die Digitalisierung enorm beschleunigt und effizienter gestaltet werden. Und das Know-how der CAD-Abteilung kommt auch den Store-Mitarbeitern zugute. Bei kniffeligen Möbelideen fragen sie die Möbelexperten nach den Möglichkeiten und Alternativen. Dann werden Marohn, Schumacher & Co zu Beratern im Hintergrund.

Autor: Jens von Holzconnection