09.06.20

Warum soll das Holzauge wachsam sein?

Befindet sich jemand in einer verzwickt-kniffligen Situation, wo unklar ist, was als nächstes passieren könnte, wird oftmals der gut gemeinte, aber auch warnende Rat ausgesprochen: „Holzauge, sei wachsam!” Es wird also hierbei um besondere Vor- oder Umsicht und Wachsamkeit gebeten, um sich so vor einem möglichen Schaden zu schützen. Doch woher stammt diese Redewendung eigentlich?

Wie bei so vielen Sprichwörtern liegt die Entstehungsgeschichte viele Jahrhunderte in der Vergangenheit und die historische Übertragung lieferte im Laufe der Zeit mehr als nur eine Theorie als Erklärung. So stammt ein möglicher Ansatz aus dem Schreinerhandwerk und meint die Stellen im Holz, wo einst ein Ast aus dem Stamm gewachsen ist. Denn genau diese Stellen sind deutlich härter als der Rest des Holzes und die Klinge des Hobels kann beim Bearbeiten entsprechend schneller stumpf werden oder möglicherweise sogar auch aus dem Hobel herausbrechen. Sah ein Meister also eine dieser Stellen während sein Lehrling gerade dabei war das Holz zu hobeln, rief er als Warnung schnell: „Ein Holzauge! Sei wachsam!”, woraus im Laufe der Zeit „Holzauge, sei wachsam!” wurde. Diese Theorie gilt bis heute als sehr wahrscheinlich.

Der zweite Ansatz erklärt sich aus einer Gefecht-Situation aus dem Mittelalter. Auf Burgen und Festungen befanden sich damals sogenannte Schießscharten, also schmale Öffnungen im Mauerwerk, die bei einem Schusswechsel eine gute Position zum Schießen, aber gleichzeitig dem Schütze auch viel Schutz boten. So wurden also in manche Mauern hölzerne Kugeln mit einem Loch in der Mitte eingelassen. Durch dieses konnte man nun also hindurchsehen, den Feind ausspähen und bei einem sich anbahnenden Schusswechsel die Waffe schnell hindurchstecken und abfeuern. Das brachte zum einen den Vorteil mit sich, dass der Schütze geschützt war und zum anderen fungierte die kleine Holzkugel als eine Art Kugellager und ermöglichte ein (nahezu) frei bewegliches Gewehr. Der Posten, der sich also an der Waffe, genauer, am Holzauge befand, musste äußerst wachsam sein. 

Auch diese Redewendung klingt schlüssig. Doch egal, welcher der zwei Erklärungen man Glauben schenken mag, beide haben gemeinsam, dass die Moral hier lautet, man solle achtsam sein und genau aufpassen, was passiert oder eben passieren könnte.

_________________________________________________________
________________________________________
_______________________

Wollen Sie ein Möbel mit „Holzaugen“ haben, dann sind Sie bei HOLZCONNECTION  genau richtig!
Die ergänzende Bezeichnung „rustikal“ bei unseren Hölzern bedeutet, dass diese über Astlöcher verfügen.
Je nach Kundenwunsch können diese gekittet oder offengelassen werden.
Geben Sie einfach Ihrem Berater Bescheid, was Ihnen lieber ist.

Lassen Sie sich von unseren Verkaufsexperten fachkundig beraten.
Kontaktieren Sie uns gern hier und vereinbaren Sie einen Termin.

Gemeinsam finden wir Ihr nächstes Möbelstück.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

*Fotocredits (chronologisch): Bilder von Patrick Fore, Mike Kenneally und Kevin Bosc über Unsplash
Stichwörter: , , , , , , ,

Autor: Odett von HOLZCONNECTION